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Fonds

Clevere Geldanlage durch Diversifikation

Wenn man sich das Wort Investmentfonds mal genauer anschaut, dann besteht es aus zwei Teilen, Investment und Fonds. Das Wort Investment wird aus dem Englischen mit Geld- bzw. Kapitalanlage übersetzt und das Wort Fonds bedeutet, das eine bestimmte Geldmenge für einen bestimmten Zweck vorgesehen ist. Somit handelt es sich quasi um ein Sammelbecken und das Geld, welches in dieses Sammelbecken investiert wird, soll den Zweck erfüllen, Gewinne zu erwirtschaften. Wie du sieht, ist das eine sehr allgemeine Definition, aber genau so ist das gewollt, denn diese Sammelbecken können total unterschiedlich strukturiert sein. Entstanden ist die Idee der Investmentfonds in der Mitte der 19. Jahrhunderts. Hier gab es, durch den wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Krieg, viele Firmen, die Geld investieren wollten und auf der anderen Seite gab es immer mehr Menschen, die Geld hatten, um es möglichst gewinnbringend zu investieren.

Schlau verteilen – minimales Risiko

Hierbei waren Aktien natürlich verlockend, aber, wie schon beschrieben, bestand hier auch ein erhebliches Risiko. Um sich aber Aktien mehrerer Unternehmen zu kaufen, um durch die Streuung das Risiko zu minimieren, reichte das Geld dann doch nicht immer. Hierzu waren nur Großanleger und Profis im Stande. Das Ganze resultierte in der Idee, das Geld mehrerer Anleger in einen Topf zu geben. Dieser Topf wird als Sondervermögen bezeichnet und wurde von einem professionellen Verwalter geführt, der das Geld nutzte, um es in diverse Unternehmen zu investieren, und dadurch wurde die eigentliche Idee des Investmentfonds geboren. Nun konnte sich ein Anleger es leisten, auch mit kleineren Beträgen an vielen Firmen beteiligt zu sein und durch diese breite Streuung, auch Diversifizierung genannt, sein Risiko zu minimieren. Mit dem Kauf von Investmentfondsanteilen wird der Käufer automatisch Anteilseigner des Sondervermögens und hat daraus resultierend das Recht auf eine Gewinnbeteiligung. Der Wert eines Fondanteils wird ähnlich wie bei einer Aktie durch einen Börsenwert bestimmt. Aber beim Kauf eines Fondanteils fallen auch Kosten an. Hier gibt es zum einen den sogenannten Ausgabeaufschlag. Dieser liegt oft zwischen 3 und 5 %, je nach Fonds, Risikoklasse etc. Zum anderen gibt es die sogenannten Verwaltungskosten der Investmentgesellschaft, auch gibt es oft noch eine erfolgsabhängige Vergütung für die Investmentgesellschaft und die Kosten für die ausführende Depotbank sind hier natürlich auch enthalten.

Das Sondervermögen ist streng getrennt vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft, auch Investmentgesellschaft genannt. Dadurch ist es für die Anleger sicher, auch wenn die Kapitalverwaltungsgesellschaft insolvent gehen würde. Für die Kapitalverwaltungsgesellschaft arbeiten Fondsmanager, meistens ein Team von Spezialisten. Diese kümmern sich darum, dass das Sondervermögen entsprechend der Fondsstrategie möglichst gewinnbringend angelegt wird. Die Transaktionen werden über eine Depotbank ausgeführt. Das Sondervermögen steigt, indem durch Anleger neues Geld in den Topf eingezahlt wird, entsprechend fällt es, wenn der Anleger aus einem Fonds aussteigt. Es gibt noch weitere Möglichkeiten, die das Sondervermögen beeinflussen. Wenn die enthaltenen Aktien zum Beispiel Dividenden ausschütten oder bei Anleihen Zinszahlungen anfallen, erhöht sich das Sondervermögen auch. Nun kommt es darauf an, ob der Fonds thesaurierend ist oder ausschüttend. Wenn er thesauriert, dann bleibt das zugeflossene Kapital im Fonds und wird entsprechend angelegt, dadurch steigt der Anteilwert eines Fonds. Oder der Fonds schüttet das zugeflossene Kapital an seine Anteilseigner aus. Es gibt offene und geschlossene Investmentfonds. Am besten wir fangen mit den offenen Investmentfonds an:

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