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Fondsarten

Welche Fondsarten gibt es

  1. Aktienfonds

Ein Aktienfonds besteht, wie der Name schon sagt, ausschließlich oder zumindest zum größten Teil aus Aktien. Aber auch die Aktienfonds kann man wieder kategorisieren. Sie können sich geografisch unterscheiden, also zum Beispiel weltweit in Unternehmen investieren, oder sich auf ein Land wie zum Beispiel Deutschland konzentrieren. Neben der Geografie können aber auch branchenspezifische Unterscheidungen getroffen werden. Hier könnte man als Beispiel anführen, dass ein Fonds zum Beispiel nur in Pharmaunternehmen, Automobilhersteller, Biotechnik, Versorgungsunternehmen oder Rohstoffe investiert, um nur einige zu nennen. Prinzipiell gibt es kaum etwas, was es nicht gibt, so gibt es auch Fonds, die nach bestimmten ethischen Kriterien investieren und so weiter.

  1. Anleihen-/Rentenfonds

Wobei es sich bei Anleihen handelt, haben wir ja gerade erst besprochen. Hier wird der Großteil des Fondvermögens oder auch alles in diese Art von Wertpapieren investiert.

 

  1. Geldmarktfonds

Hierzu brauche ich nichts weiter ausführen. Hier gilt das Gleiche wie bei den Rentenfonds.

 

  1. Offene Immobilienfonds

Hier wird es schon wieder ein wenig interessanter. Wir hatten ja erst vorhin über das Investieren in Immobilien gesprochen. Hatten hier aber festgestellt, dass man einiges an Kapital haben muss, um sich eine Immobilie zu kaufen. Über den offenen Immobilienfond hast du aber die Möglichkeit, mit kleinen Geldbeträgen Anteile an vielen Immobilien zu erwerben. Hier gibt es einen juristischen Unterschied zu den anderen offenen Investmentfonds. Denn hier wird die Investmentgesellschaft als Eigentümer der Immobilie eingetragen und somit ist sie auch formal gesehen Eigentümer des Fondvermögens.

 

  1. Mischfonds

Damit alles noch weiter unterteilt werden kann, gibt es noch die Mischfonds, diese investieren in unterschiedliche Anlageklassen, das sind sehr oft Aktien und Anleihen. Dadurch kommt es natürlich zu einer noch größeren Diversifizierung.

 

  1. Dachfonds

Um dem Ganzen noch einen obendrauf zu geben, gibt es schließlich noch die sogenannten Dachfonds. Diese investieren einfach in verschiedene Fonds. Dadurch wird ein maximaler Grad der Diversifizierung erreicht.

 

  1. ETFs (Exchange-Traded Funds)

Hierbei handelt es sich um einen meist passiv verwalteten Fonds, charakteristisch ist, dass die Fondsmanager hier keiner eigenen Strategie folgen, sondern dass ein Vergleichs-Index wie zum Beispiel der DAX abgebildet wird. Im Gegensatz zu den anderen Fonds werden die ETFs nicht über eine Investmentgesellschaft gekauft, sondern direkt an der Börse. Aufgrund der Tatsache, dass diese Fonds in der Regel passiv verwaltet werden, entstehen geringere Verwaltungskosten. Ein weiterer Kostenvorteil entsteht dadurch, dass die ETFs nicht über eine Investmentgesellschaft gekauft werden und somit fast immer der Ausgabeaufschlag entfällt.

 

  1. Geschlossene Investmentfonds

So jetzt kommen wir noch zu den geschlossenen Investmentfonds. Wärend man bei den offenen Investmentfonds zu jeder Zeit ein- und aussteigen kann, gibt es bei den geschlossenen Investmentfonds einen bestimmten Zeitraum, den sogenannten Platzierungszeitraum, in dem man in einen solchen Fonds investieren kann. Danach wird er geschlossen. Geschlossene Investmentfonds werden oft durch dahintersteckende Investitionsobjekte unterschieden. Es gibt hier Immobilienfonds, Schiffsfonds, Flugzeugfonds, Medienfonds, Infrastrukturfonds und auch der Bereich des Beteiligungskapitalfonds, auch als Wagniskapital oder auch als Private Equity bezeichnet. Das sind bei weitem noch nicht alle Varianten, aber an der Stelle soll es reichen. Diese Fonds werden häufig als GmbH & Co. KG konzipiert und der Anleger erwirbt Kommanditanteile und ist oft langfristig an die Investition gebunden. Die Laufzeit hängt oft mit der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Investitionsobjektes im direkten Zusammenhang. Es gibt hier keinen Börsenhandel oder eine tägliche Wertermittlung, auch kann die Investition nicht mehr an den Initiator zurückgegeben werden. Das ist konstruktionsbedingt ausgeschlossen. Wenn dann zum Beispiel ein Containerschiff mit dem Geld der Anleger und anderen Fremdkapitalgebern gebaut wurde, dann wird versucht in den Jahren des Betriebes einen jährlichen operativen Gewinn zu erwirtschaften. Dieser sollte natürlich am Ende größer sein als die Investitionssumme. Diese lange Bindung an die Anlage und das große damit verbundene Risiko, haben dazu geführt, dass ein generelles Verbot für den aktiven Vertrieb von geschlossenen Investitionsfonds an Privatanleger gefordert wird. Für Deutschland gibt es aber bis heute ein solches Verbot noch nicht. Lass hier also am besten die Finger davon.  

Hier hat es auch schon diverse Betrugsfälle gegeben, die die Anleger um ihr schönes Geld gebracht haben.

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