Fondssparplan
Sparen mit echter Rendite
Es gibt neben der Einmalanlage in Fonds noch eine besondere Art, wie man Fonds erwerben kann. Es handelt sich um den sogenannten Fondssparplan. Hier hast du die Möglichkeit, mit einem geringen Sparbeitrag ab 25,– Euro monatlich in einen Fonds zu investieren. Und weißt du, was das Beste daran ist, du bist in der Regel nicht vertraglich gebunden. Es gibt auch Varianten, bei denen man einen bestimmten Monatsbeitrag für eine bestimmte Anzahl an Jahren einzahlen muss. Aber das empfehle ich dir vor allem am Anfang nicht. Zwar hat man bei so einer Festlegung oft einige Kostenvorteile, die einem dadurch gewährt werden, aber gerade am Anfang ist die Freiheit unbezahlbar. Bevor ich nun erkläre, dass man über einen Fondssparplan und den sogenannten Cost-Average-Effekt das Rätsel um das magische Dreieck quasi lösen kann, habe ich noch eine Zeichnung vorbereitet. Sie zeigt, wie man durch Einmalanlage oder eben durch den genannten Sparplan in Fonds investieren kannst. Das Schaubild fasst auch das zuvor Beschriebene nochmal anschaulich zusammen.
Um das Ganze nochmal zusammenzufassen...
möchte ich anhand des Aktienfonds-Sparplans, alle Inhalte des Themas Investment durchspielen. Wenn wir auf den Aktienfonds-Sparplan die drei Faktoren des magischen Dreiecks anwenden, dann haben wir als Ausgangspunkt die Aktien. Hier hatten wir ja vorhin herausgearbeitet, dass die Rendite und die Liquidität hoch sind, aber die Sicherheit durch das hohe Risiko einer Einzelaktie nicht gegeben ist. Wenn ich nun zeige, dass man durch einen Fondssparplan die Sicherheit immer weiter erhöht, dann dürfte das doch interessant sein.
Als Erstes wird die Sicherheit durch die Tatsache deutlich erhöht, indem man ja in einen Aktienfonds investierst und nicht in einen einzelnen Aktienwert. Durch die Streuung innerhalb der Fonds verteilst sich das Risiko entsprechend.
Zweitens sparst man ja das Geld langfristig und man wirst es auch entsprechend langfristig anlegen. Wenn wir uns mal die Historie der Börse anschauen, hat der DAX im Schnitt der letzten 50 Jahre etwas über 8 % jährliche Rendite erwirtschaftet. Je nachdem wie jung man noch ist, hast man einen sehr langen Anlagezeitraum, dadurch sinkt das Risiko erneut deutlich und es gilt, je jünger man startet, desto länger kann man sparen und um so sicherer ist die Anlage.
Der dritte und letzte Punkt entsteht durch die Anlagevariante eines Sparplans. Denn hier kommt der Durchschnittskosteneffekt, auch Cost-Average-Effekt genannt, zum Tragen. Das hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach. Auch hier habe ich ein kleines Schaubild vorbereitet.
Wenn man einen gleichen monatlichen Sparbetrag in einen Fonds investierst, dann hast du am Ende der Periode in diesem Beispiel eineinhalb Fondsanteile mehr, als wenn du zu Anfang die vollen 1.200,– Euro investiert hättest. Das liegt daran, dass du bei fallenden Kursen entsprechend mehr Anteile für das gleiche Geld bekommst. Wenn dann die Kurse steigen, steigt dieser Überschuss an Anteilen auch mit an und so bekommst du durch den Durchschnittskosteneffekt einen höheren Depotwert. Man könnte also sagen, du freust dich, wenn die Kurse deines Fonds fallen und dann wieder ansteigen.
Abschließend fasse ich zusammen. Wenn man einen Fondsparplan benutzt, diesen mit einem langen Zeithorizont bespart, dann bleibt die Liquidität komplett erhalten. Die Renditechance ist zwar ein bisschen geringer geworden, allerdings noch immer hoch. Je nachdem für was für einen Fond man dich entscheidet, sind 4 bis 8 % jährliche Rendite nicht unwahrscheinlich. Also können wir hier auch den Daumen auf hoch setzen. Die Sicherheit ist zwar niemals bei 100 %, aber unter Beachtung der besprochenen Vorgehensweise geht sie deutlich nach oben.