Brillen ohne Grenzen am 31.01.2026
Ein persönlicher Rückblick auf zwei intensive und bewegende Tage
Ich bin für diese Aktion eigens aus Hattingen ins Saarland gefahren, weil mir das Engagement für Brillen ohne Grenzen besonders am Herzen liegt. Als Finanzcoach und Mitglied des Rotary Club Elementarbildung wollte ich nicht nur unterstützen, sondern selbst mit anpacken – und genau das durfte ich erleben.
Treffen in Oberkirchen – Austausch, Motivation und Gemeinschaft
Am Abend vor der großen Übergabe trafen wir uns im Café Edelstein in Oberkirchen zu einem Rotary‑Treffen. Bei leckerer Pizza kamen wir schnell in eine fröhliche, offene Runde. Jeder stellte sich kurz vor, und mein guter Freund Michael Roos sowie seine Frau Michaela berichteten eindrucksvoll über ihre Arbeit bei Brillen ohne Grenzen. Da ich das Projekt selbst aktiv unterstütze, war es für mich besonders schön zu sehen, wie viel Herzblut und Professionalität dahintersteckt. Der Abend war warm, inspirierend und ein perfekter Auftakt für das, was am nächsten Tag folgen sollte.
Übergabe der Brillen – ein Rekord und ein starkes Zeichen
Am 31.01.2026 ging es früh zu den Containern, wo die offizielle Übergabe stattfand. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern unseres Rotary Clubs Elementarbildung – Roland Hilbk, David Martin sowie Michaela und Michael Roos – war ich Teil einer Aktion, die in dieser Form einzigartig war.
- 36.000 gerettete Brillenfassungen und Sonnenbrillen wurden an den Rotary Club St. Ingbert übergeben.
- Zusammen mit weiteren 10.000 Brillen aus Eigenbeständen kamen wir auf insgesamt 46.000 Brillen, die für Sri Lanka vorbereitet wurden.
- Der geschätzte Sachwert der übergebenen Brillen lag bei rund 550.000 Euro.
Mit dabei waren unter anderem der Bürgermeister der Gemeinde Freisen, Karl‑Josef Scheer, Augenoptikermeister Günter Stroppel mit seiner Frau sowie Erwin und Mary Raddatz vom Heimat- und Verkehrsverein Weiselberg e.V.
Wir bildeten eine große Menschenkette, packten an, sortierten, trugen und verluden – echte Hands‑on‑Arbeit, die uns alle verbunden hat.
Warum diese Aktion so wichtig ist
Die enorme Menge an Brillen ist nur möglich, weil:
- fast 800 Optiker
- zahlreiche Hersteller aus Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz
- viele Schulen, Kirchen, Unternehmen und Vereine
das ganze Jahr über Brillen sammeln und ins Saarland schicken. Ebenso beeindruckend ist die Arbeit der Helferinnen und Helfer in den fünf saarländischen Brillenverwertungsstellen, die jede Brille nach strengen Qualitätsvorgaben sortieren.
Der Rotary Club St. Ingbert übernahm anschließend die logistische Verantwortung. Mehr als 20 Mitglieder packten stundenlang Brillen in Transportkartons um. Die Firma Trucktec kümmerte sich um Transport, Zwischenlagerung und Zollformalitäten.
In Sri Lanka werden die Brillen später mit passenden Gläsern versehen und kostenlos an Bedürftige ausgegeben – ein direkter Beitrag zu mehr Bildung, Arbeitsfähigkeit und Lebensqualität.
Stimmen, die den Kern der Aktion treffen
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Thomas Braml, Präsident RC St. Ingbert:
„Diese Aktion zeigt, was möglich ist, wenn regionale Solidarität und internationale Zusammenarbeit zusammenkommen.“ -
Dr. Jörg Ertle, Organisator:
„46.000 Brillen stehen für 46.000 neue Chancen in Sri Lanka.“
Diese Worte bringen auf den Punkt, warum ich mich so gerne engagiere.
Mein persönliches Fazit
Für mich waren diese zwei Tage ein eindrucksvolles Erlebnis: ein herzlicher Abend im Kreis engagierter Menschen, gefolgt von einem Tag, an dem wir gemeinsam etwas Großes bewegt haben. Ich bin stolz, Teil dieses Projekts zu sein – und dankbar, dass ich mit meinem Einsatz dazu beitragen konnte, tausenden Menschen weltweit ein besseres Leben zu ermöglichen.